Alpendurchquerung in Rekordzeit: Mathéo Jacquemoud erreicht Nizza nach 19 Tagen@(zwischenHeadlineTag)>
Der französische Bergführer Mathéo Jacquemoud hat eine außergewöhnliche Alpendurchquerung erfolgreich beendet: Am 26. März 2026 erreichte der 35-Jährige die Mittelmeerküste bei Nizza – nach nur 19 Tagen und vollständig aus eigener Kraft. Gestartet war er am 7. März in Wien. Sein Ziel: eine durchgehende Linie durch den gesamten Alpenbogen – ausschließlich auf Skiern und mit dem Fahrrad, ohne motorisierte Unterstützung.
Am Ende standen rund 2.200 Kilometer Strecke und 86.000 Höhenmeter auf der Uhr. "Ich wollte meine eigene, persönliche Linie durch die Alpen ziehen – in meinem Tempo, intensiv und kompromisslos", erklärte Jacquemoud. Die Route führte durch Österreich, Italien, die Schweiz und Frankreich und umfasste insgesamt sechs große Etappen. Bereits in der ersten Phase bestieg Jacquemoud unter anderem den Großglockner (3.798 m), den höchsten Berg Österreichs.
In den Dolomiten gelang ihm mit Partnern die Befahrung des technisch anspruchsvollen Piz-de-Puez-Couloir. Später erreichte er im Bernina-Gebiet die Gipfel von Piz Palü, bevor ihn ein Schneesturm zu einem Ruhetag zwang. Die folgenden Tage waren geprägt von schwierigen Wetterbedingungen, tiefem Neuschnee und langen, kräftezehrenden Etappen. Mehrfach musste Jacquemoud seine Route anpassen. "Ich fühlte mich stark und setzte mich direkt wieder aufs Rad, um die nächste Etappe zu erreichen", berichtete er.
Aus eigener Kraft durch vier Länder und neun Gebirgsgruppen@(zwischenHeadlineTag)>
Zu den eindrucksvollsten Abschnitten der Durchquerung zählt die Verbindung von Zermatt nach Chamonix, die Jacquemoud in nur einem Tag bewältigte. Direkt im Anschluss bestieg er den Montblanc (4.806 m) bei winterlichen Bedingungen. "Die Verhältnisse waren hart – eisiger Grat, starker Wind, große Erschöpfung", so Jacquemoud. Dennoch erreichte er allein den Gipfel und setzte seine Traverse fort.
Kurz darauf folgte mit dem Gran Paradiso (4.061 m) ein weiterer Viertausender – ebenfalls unter schwierigen Bedingungen und teils bei Nacht. Nach der Durchquerung der Écrins führte die Route weiter südwärts durch den Queyras und das Mercantour-Massiv. Am 26. März erreichte Jacquemoud schließlich die Cime du Gélas, bevor er die letzten Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegte.
Weniger als zwei Stunden später endete die außergewöhnliche Unternehmung an der Promenade des Anglais in Nizza. Mit dieser Kombination aus Skibergsteigen und Rad sowie der konsequenten Fortbewegung aus eigener Kraft setzt Jacquemoud neue Maßstäbe im modernen Alpinismus – nicht zuletzt durch Tempo, Stil und die Dimension des Projekts.
Die harten Fakten auf einen Blick@(zwischenHeadlineTag)>
Fortbewegung auf Ski: 715 km / 60.000 Höhenmeter / 142 Std.
Fortbewegung per Rad: 1.474 km / 25.840 Höhenmeter / 61 Std.
Gesamtaktivitätszeit inkl. Pausen und Wechsel vom Skifahren zum Radfahren: 234 Std.
Reine Zeit in Bewegung: 200 Std.
Durchschnittlicher Schlaf pro Tag: 6 Std. 10 Min.
Anzahl der Wechsel von Ski zu Rad: 38
Höhenmeter: 86.000 m, entspricht ca. 10 Besteigungen des Mount Everest

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