12. August 2025 | Stüdlgrat nach Felssturz wieder freigegeben@(zwischenHeadlineTag)>
Wie Toni Riepler, Hüttenwirt der Adlersruhe, in einem Instagram-Post schreibt, ist der Stüdlgrat auf den Großglockner wieder offiziell freigegeben. Die Abbruchstelle wurde saniert und neue Bohrhaken installiert. "Die Kalser Bergführer Michael Amraser, Michael Gratz, Bernhard Gratz, Peter Wurzer und ich haben heute die objektiv gefährlichen Felsen abgeräumt. Weites haben wir die nötigen Sicherungshaken geklebt und sind die Stelle auch probeweise geklettert. Macht richtig Spaß", schreibt Riepler bei Instagram.
Weiter appellieren die Bergführer an alle Aspirantinnen und Aspiranten: "Trotzdem gilt: Für die sichere Besteigung braucht es eine sorgfältige Tourenplanung und Vorbereitung sowie eine vollständige Ausrüstung und Können! Generell gilt auch auf allen hochalpinen Graten und Flanken ein gewisses Restrisiko von Felsabbrüchen und Steinschlägen. Also, trotzdem jeden Griff und Tritt mit Vorsicht belasten unterhalb von brüchigen Stellen keine Pausen machen."
11. August 2025 | Felssturz am Stüdlgrat: Appell zum Verzicht auf die Tour@(zwischenHeadlineTag)>
Seit einem Felssturz am Freitagabend (08. August 2025) ist der Stüdlgrat auf den Großglockner nicht mehr begehbar. "Es wird dringend von einer Begehung abgeraten, weil in der Stüdlgratpassage ein Felssturz passiert ist und die gesamte Sicherung mit hinuntergerissen hat. Derzeit ist diese Stelle einfach nicht passierbar", sagte Toni Riepler, Hüttenwirt der Adlersruhe (Erzherzog-Johann-Hütte) dem ORF.
"Der Grat ist noch nicht zur Ruhe gekommen!"@(zwischenHeadlineTag)>
In einem Facebook-Beitrag warnte Riepler: "Bei einem Erkundungsflug konnten noch mehrere absturzbereite Blöcke erkannt werden und der Grat ist noch nicht zur Ruhe gekommen!" Glücklicherweise hatte sich der Abbruch zu einem so späten Zeitpunkt am Nachmittag ereignet, das sich niemand mehr im betroffenen Bereich aufgehalten hatte. Der Stüdlgrat wird in den Sommermonaten mittlerweile von etwa 40 Personen pro Tag begangen.
Bereits am Freitagabend wurden alle Hüttenwirte, die Alpinpolizei und die Gemeinde Kals über den Vorfall informiert. Der Wechsel zwischen hohen Temperaturen am Berg und den starken Regenfällen der letzten Wochen habe bereits locker gewordenes Gestein weiter instabil werden lassen, mutmaßt ein lokaler Bergführer bezüglich der Abbruchursache. In den kommenden Tagen soll zunächst weiterer instabiler Fels im betroffenen Routenabschnitt im Bereich des "Hanglgrats" beseitigt und der Anstieg neu versichert werden.
Nötig werden laut aktuellem Stand neue Bohrhaken sowie eine Seilversicherung. Bergführer aus Kals und Heiligenblut wollen die Arbeiten gemeinsam durchführen und die Route schnellstmöglich wieder instandsetzen. Bis dahin appellieren die Einsatzkräfte, die Tour aus Sicherheitsgründen nicht zu begehen. Nicht mit vollständigem Erfolg:
Trotz mehrsprachiger Hinweistafeln beim Zustieg zur Stüdlhütte, auf der Hütte selbst und am Einstieg des Grats waren am gestrigen Sonntag (10. August 2025) mehrere Seilschaften in der Tour unterwegs. Offenkundig hatten sich die Bergsteiger entgegen der ausdrücklichen Warnung zum Einstieg in die Tour entschieden.
Felssturz am Zuckerhütl: Normalweg im Sommer zu gefährlich!@(zwischenHeadlineTag)>
Auch am Zuckerhütl in den Stubaier Alpen hat sich am Samstag (09. August 2025) ein Felssturz ereignet. Im Bereich des Normalwegs hatten sich Felsen und Geröll gelöst und waren in die Tiefe gedonnert. Lokale Bergführer hatten den Abbruch vom Gipfel des Wilden Pfaff im Video festgehalten. "Heute, 9.8.2025, hat sich schon wieder ein größerer Steinschlag am Zuckerhütl ereignet - beobachtet vom Wilden Pfaff. Deshalb empfehlen wir den Hauptgipfel im Sommer zu meiden", schreibt die Bergschule dazu.
Auch das Portal alpenvereinaktiv.com hat eine aktuelle Warnung eingestellt:"Der Hauptgipfel des Zuckerhütls wird durch den Gletscherrückgang und das Abschmelzen des Permafrosts immer instabiler. Im Sommer ist daher vermehrt mit Steinschlag zu rechnen und auch die Gefahr einen Felssturzes ist erhöht. Die lokalen Bergführer empfehlen daher im Sommer als Alternative den Anstieg auf den Westgipfel/Pfaffenschneide", heißt es dort.
Gefahr von weiterem Felssturz am Watzmann@(zwischenHeadlineTag)>
Nach dem Felssturz im Nationalpark Berchtesgaden ist die Bergwelt auch dort noch nicht wieder zur Ruhe gekommen. An derselben Stelle drohen weitere Tausende Kubikmeter Fels abzugehen, warnt Geologe Stefan Kellerbauer. Kellerbauer hatte den ersten Abbruch im hinteren Wimbachtal kurz vor dem Trischübelpass untersucht und war zu der Erkenntnis gelangt. Im Bereich des Felssturzes bestehe auf einer Länge von knapp 100 Metern weiterhin akute Lebensgefahr für Wanderer durch Steinschlag.
Es seien "nicht alle labilen Bereiche abgegangen", so die Einschätzung des Fachkundigen. Nach dem ersten Abbruch von etwa 4.000 Kubikmeter Fels hatten 20 Wanderer per Hubschrauber evakuiert werden müssen, eine Person war leicht verletzt worden. In etwa dieselbe Menge Gestein könne jederzeit wieder abgehen. Kleinere Brocken seien bereits aus einer Felsspalte ins Tal gefallen.
Laut der neuesten Informationen soll ein weiteres Gutachten erstellt werden. Bis dahin bleiben die Wanderwege 411 und 421 im hinteren Wimbachtal gesperrt. Martin Weckel, Revierleiter des Nationalparks, appelliert an alle Wanderer und Bergsteiger: "Niemand weiß, wann weiteres loses Gestein abgeht. Das kann jederzeit der Fall sein."


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