Route zum höchsten Punkt vollständig gesichert

Mount Everest: Erster Gipfelerfolg der Saison

Die Fixseilteams am Mount Everest haben den höchsten Punkt erreicht. Damit ist die Normalroute auf der nepalesischen Südseite nun offiziell für die Frühjahrssaison geöffnet.

Mount Everest: Erster Gipfelerfolg der Saison
© picture alliance / imageBROKER

Die Vorbereitungen für die diesjährige Everest-Saison haben einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Ein nepalesisches Fixseilteam hat am Mittwochvormittag (12. Mai 2026) den Gipfel des Mount Everest erreicht und damit die Route auf der Südseite vollständig gesichert. Nach Angaben der beteiligten Expeditionsveranstalter erreichte das Team gegen 10:25 Uhr Ortszeit den höchsten Punkt der Erde auf 8848 Metern.

Geleitet wurde die Gruppe von dem erfahrenen Mingtemba Sherpa. Zum Team gehörten außerdem Pasang Nurbu Sherpa und Dendi Sherpa. Mit dem Abschluss der Arbeiten gilt die klassische Normalroute vom Basislager über den Südsattel bis zum Gipfel nun offiziell als eröffnet. In den kommenden Tagen werden die ersten größeren Gipfelversuche internationaler Expeditionen erwartet.

Die diesjährige Saison hatte unter schwierigen Vorzeichen begonnen. Verzögerungen im Khumbu-Eisbruch sowie ein instabiler Serac oberhalb der Route hatten die Arbeiten zeitweise erheblich erschwert. Dadurch gerieten sowohl der Materialtransport als auch die Einrichtung der Hochlager unter Druck.

Nach Angaben der Organisatoren arbeiteten mehrere Expeditionsanbieter und Sherpa-Teams eng zusammen, um die Route dennoch rechtzeitig fertigzustellen. Erst am Dienstag hatten die Fixseilarbeiter den sogenannten Balkon auf rund 8400 Metern erreicht, bevor jetzt die letzte Passage über den Südgipfel zum Hauptgipfel gesichert wurde.

Mit der abgeschlossenen Route beginnt nun die eigentliche Gipfelphase der Frühjahrssaison am Mount Everest. In diesem Jahr wurden auf nepalesischer Seite so viele Besteigungsgenehmigungen ausgegeben wie noch nie zuvor. In den vergangenen Tagen kamen am höchsten Berg der Erde bereits drei Menschen ums Leben.

Text von Lubika Brechtel

7 Kommentare

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QUAX

Im ersten Studienjahr, 1982 an der FU, fragte uns ein Prof., warum auf dem Gipfel des Mt. E. kein Cola-Automat stünde! Wir haben das dann BWL-mäßig beantwortet. Heute sehe ich das anders.??

Rosso

oder mit einer Drohne(Flugtaxi) hoch fliegen, wäre mal anderes ;-).

Bruno

Zu den Vorrednern, denen ich komplett zustimme, noch ein paar Gedanken. Ich meine nicht, daß das etwas mit Bergsteigen zu tun hat und auch nicht mit Angeberei hinsichtlich der bergsteigerischen Leistung. Eher damit, "einmal dort gewesen zu sein", also in dem Sinn, im Louvre vor der grinsenden Mona Lisa, auf der Rialto- oder Karlsbrücke in Venedig bzw. Prag zu stehen, ohne tiefere Kenntnis der Sache. Und hierbei geht es darüber hinaus um den höchsten Punkt der Erde. In diesem Sinne dürfte bei der Mehrheit auch niemals ein Gefühl aufkommen, daß sie die Berge mißachten - da es um sie gar nicht geht. Und alpine Kenntnisse, geehrter Gerhard, sind nur zeithinderlich bei diesem "Run nach Attraktionen". Die Idee mit der Seilbahn ist natürlich vollkommen berechtigt und bestimmt umsetzbar, aber da würde dann doch der letzte "Kick" fehlen, da man schließlich etwas Fun und Spannung (teilen) will. Und da man 50 Tsd. Moppen und mehr bezahlt, will man natürlich auch wieder gesund vom Besuch der Attraktion nach Hause kommen, und es würde ein schlechtes Bild auf die Reiseveranstalter werfen, würden man vermehrt Ausfälle haben. Daher wird vermutlich der bodennahen Seilbahn mit lebenden Lastenkabinen der Vorrang gegeben.
Klar, der arme alte Mt. Everest ist der Leidtragende, einstweilen haben die anderen 8000er Ruhe, wobei Kristin Harila vorgemacht hat, wie man auch langsam aber sicher die weitere Umgebung touristisch erschließen kann.
Also nicht verzweifeln, liebe Bergkameraden, gibt genug andere schöne Ziele ohne Fixseile, Bruno

Burg

Bergsteigen? Ist das die Zukunft? Wichtig ist nur noch das Selfie und Angeberei!

Walli

Super ,die Sherpas.Aber dennoch,die Fixseile,der Sauerstoff aus Flaschen ,alles Selbstbetrug der "Kunden ",Missachtung der Berge.

Gerhard F.


Die Begehungen der 8000er sollte mehr Respekt und vor allem mehr Alpine Kenntnisse vorausgesetzt werden. Die Rekord sucht der Menscheit scheint grenzenlos zu sein.

Bernd Alpina

Fixseile vom Basecamp zum Gipfel...!!?? Sollen sie doch ne Seilbahn bauen und gut is.......

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