- 14. April 2025 | Traurige Gewissheit: Vermisste Sherpas nach Lawine an der Annapurna verstorben
- 08. April 2025 | Zwei Vermisste nach Lawine an der Annapurna
- 07. April 2025 | Mount Everest: Erste Teams auf dem Weg ins Basecamp
- Nach Startschwierigkeiten: Gipfelerfolge an Annapurna und Ama Dablam
- 31. März 2025 | Mount Everest: Solo-Bergsteiger für Frühjahrssaison zugelassen
- Geplante Solo-Besteigungen 2025
- Offene Fragen – nicht nur am Everest
- Verzögerungen an der Annapurna
14. April 2025 | Traurige Gewissheit: Vermisste Sherpas nach Lawine an der Annapurna verstorben
Nachdem die beiden an der Annapurna seit einem Lawinenunglück verschollenen Bergsteiger auch acht Tage nach dem Unglück noch nicht gefunden wurden, besteht keine Hoffnung mehr auf Rettung. Laut Stefan Nestler veröffentlichte der Expeditionsleiter von Seven Summit Treks bereits am 3. April ein Video, in dem ein Suchgerät im betreffenden Gebiet akustische Signale des Recco-Systems tief unter dem Schnee und in einer Gletscherspalte empfing.
Die Suche nach den 27 und 32 Jahre alten Vermissten wurde daraufhin abgebrochen. "Ein Überleben unter Schnee und Eis ist nicht mehr möglich, und es würde weitere Menschenleben gefährden, die Suche fortzusetzen", zitiert Nestler den Anbieter. Beide Männer hinterlassen Familien.
08. April 2025 | Zwei Vermisste nach Lawine an der Annapurna
Nachdem etwa 40 Personen den langersehnten Gipfeltag an der Annapurna erleben durften, löste sich zwischen Camp 2 und Camp 3 eine Lawine und fegte über die befestigte Route hinweg. Während die kommerziellen Anbieter mit ihren Kunden bereits außerhalb des Gefahrenbereichs unterwegs waren, gelten zwei nepalesische Bergsteiger als vermisst.
Auf Instagram vermeldeten u. a. Pioneer Adventure, 8K Expeditions und Seven Summit Treks die ersten Gipfelerfolge, nachdem die Installation der Fixseile in einer Gemeinschaftsleistung der Teams abgeschlossen werden konnte. Offenkundig hatte auch der Zeitdruck seitens der Kunden dazu beigetragen, die Route trotz der gefährlichen Bedingungen final zu befestigen und ohne ein geplantes Lager 4 mit den Gipfelanstiegen zu beginnen.
Kritisch äußerte sich der brasilianische Bergsteiger Roman Romancini in einem Vlog: "Wir verließen Lager 3 [für einen Gipfelvorstoß] um 16 Uhr, aber irgendetwas stimmte nicht; diese Hektik des ‚Lasst uns das hinter uns bringen‘ war nicht die richtige Stimmung". Kritik übte der Bergsteiger auch an dem Verzicht auf Camp 4, das für die Kunden 1700 Hm Auf- und Abstieg bedeutet, ein echter Gewaltmarsch.
Während sich das Gros der Bergführer mit ihren Kunden im Gipfelbereich befand, ging zwischen Camp 2 und 3 auf etwa 5600 Meter Höhe, dem gefährlichsten Abschnitt der Route, eine Lawine ab. Rima Rinje Sherpa und Ngima Tashi Sherpa, die Sauerstoffflaschen hinauftrugen, gelten seitdem als vermisst. Ein Rettungshubschrauber wurde laut Medienberichten alarmiert, auch einige Bergführer machten sich vom Basislager auf, um bei der Suche zu unterstützen. Diese blieb bislang ohne Erfolg.
07. April 2025 | Mount Everest: Erste Teams auf dem Weg ins Basecamp
Laut Mitteilungen mehrerer kommerzieller Anbieter machen sich die ersten Bergsteigerteams auf den Weg zum Everest-Basecamp. Zuletzt hatte die nepalesische Regierung am 21. März eine Liste mit den erteilten Genehmigungen veröffentlicht, die Posts einiger Anbieter zeigen jedoch, dass zwischenzeitlich weitere Permits vergeben wurden. U. a. erhielten Expeditionsleiter aus Brasilien, den USA und Indien die für den Aufstieg nötigen Papiere.
Nach Startschwierigkeiten: Gipfelerfolge an Annapurna und Ama Dablam
Das Sherpa-Team von 8k Expeditions hat zwischenzeitlich einen ersten Gipfelerfolg von der 6812 Meter hohen Ama Dablam vermeldet. Dem Team gelang es am Nachmittag des 2. April, den letzten Abschnitt zum Gipfel mit Fixseilen zu sichern. Am 5. April hatte sich auch an der Annapurna ein achtköpfiges Sherpa-Team des Anbieters Imagine Nepal in der Nacht von Camp 3 zum Gipfel aufgemacht. Zuletzt war den Bergsteigern aufgrund herausfordernder Bedingungen das Fixseil in einem der Gletscherabschnitte ausgegangen.
Dies hatte die geplanten Gipfelanstiege zahlreicher Anbieter um mehrere Tage verzögert. Expeditionsleiter Mingma G. teilte mit, dass es seine letzte Expedition zur Annapurna sein werde. Er habe den Berg noch nie "in einem so schlechten Zustand gesehen". "Dieser Berg ist zwischen Lager 2 und Lager 3 einfach zu riskant", sagt er dem Portal explorersweb.com vor dem dritten Gipfelversuch. "Ich hoffe, unser Team und alle Bergsteiger am Annapurna haben am 5. April auf dem Weg zum Gipfel und zurück gutes Wetter."
Nur wenige Tage zuvor war der Solo-Speedbergsteiger Vadim Druelle unweit von Camp 3 etwa 40 Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt. Der Franzose konnte verletzt und mit Erfrierungen von nepalesischen Bergführern (14 Peaks Expedition) gerettet werden. Am 6. April erreichte das Sherpa-Team schließlich den Gipfel der Annapurna, ihnen folgen zahlreiche Bergsteiger-Teams, die teils mehrere Wochen im Basecamp ausgeharrt hatten.
Im Laufe des heutigen Tages (07. April 2025) planen mehrere kommerzielle Teams, den Gipfel zu erreichen. Darunter befinden sich die beiden unabhängigen Alpinisten Gian Luca Cavalli (Italien) und Cesar Rosales (Peru) verließen das Basecamp in Richtung Annapurna I. Entgegen des ursprünglich mitgeteilten Anstiegs über den Nordwestsporn, entschied sich die Seilschaft nun für den (gesicherten) Normalweg.
31. März 2025 | Mount Everest: Solo-Bergsteiger für Frühjahrssaison zugelassen
Laut eines detaillierten Berichts des englischsprachigen Portals explorersweb.com haben unabhängige Alpinisten auch dieses Frühjahr noch die Chance, ohne kommerzielle Anbieter, Sherpa-Unterstützung und Flaschensauerstoff am Mount Everest zu starten. Dieses Maßnahmenpaket der Regierung soll frühestens ab September in Kraft treten. In diesem Zuge ebenfalls verschoben wurde die geplante Gebühren-Erhöhung für die Genehmigungen.
Diese sollen nun ab Herbst für den Everest um satte 36 Prozent steigen, von 11.000 auf 15.000 US-Dollar je Permit. Vor allem das Verbot für Solo-Alpinisten hatte in der Szene für einen Aufschrei gesorgt, der Berg werde dadurch weiter kommerzialisiert und urbanisiert, so der Vorwurf. Dem entgegen steht die Haltung von Behörden und Expeditionsanbietern, die bemängeln, dass auch Solo-Alpinisten häufig auf die aufwendig und kostenintensiv installierten Fixseile zurückgriffen - ohne dafür zu bezahlen.
"Solobergsteiger sind diejenigen, die in großen Höhen am häufigsten Unfälle erleiden", kritisierte etwa Lakpa Sherpa von 8K Expeditions gegenüber ExplorersWeb. "Vielen fehlt es an der richtigen Planung und oft müssen Solokletterer warten, bis das Seilfixierungsteam seine Arbeit beendet hat, was zu Spannungen und gefährlichen Situationen führen kann."
Geplante Solo-Besteigungen 2025
Während das Gros der Alpinisten die Achttausender und ihre Normalrouten zunehmend meiden, zieht es immer mehr Solo-Speedclimber an die Berge. Am Everest wollen in dieser Frühjahrssaison sowohl Karl Egloff (Ecuador/Schweiz) als auch Tyler Andrews (USA) eine neue Bestzeit aufstellen. Unterdessen plant der französische Trailrunner Vadim Druelle eine FKT an der Annapurna. Am Makalu bereitet sich unterdessen die kasachische Seilschaft rund um Vassiliy Pivtsov auf einen unabhängigen Aufstieg vor.
Offene Fragen – nicht nur am Everest
Die geplanten Vorschriften werfen viele Fragen auf: Welche Regeln gelten für Solo-Bergsteiger, die Bergführer sind? Was ist mit Solo-Plänen von Einheimischen? Werden die Regelungen auch all diejenigen betreffen, die abseits der Normalroute unterwegs sind? Was ist mit denjenigen, die außerhalb der offiziellen Saison anreisen, wie zuletzt Jost Kobusch am Everest?
Verzögerungen an der Annapurna
Bereits für vergangene Woche waren die ersten Gipfelmeldungen von der Annapurna erwartet worden. Schwierige Bedingungen und viele freiliegende Gletscherspalten auf dem weitgehend schneefreien Gipfel erhöhen die Schwierigkeiten laut mehrerer Berichte deutlich. Zuletzt hatte das Sherpa-Team auf 7600 Meter umkehren müssen, als ihnen das Fixseil ausging. "Wir hatten eine sehr schwierige Zeit auf der Annapurna", äußerte sich Mingma G., Leiter des Teams, gegenüber ExplorersWeb. "Ich habe noch nie so schlechte Bedingungen gesehen."
Mingma G., der für den Anbieter "Imagine Nepal" arbeitet, hatte bereits vorab vor den schlechten Bedingungen gewarnt. Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter besteht die Route größtenteils aus blankem Eis. Dies verringert zwar die Lawinengefahr, doch die Wegfindung zwischen Séracs und klaffenden Gletscherspalten erwies sich als Herausforderung. Nachdem aufgrund der komplizierten Routenanlage zum zweiten Mal das Seilmaterial ausging, stieg das Team zwischenzeitlich wieder zum Basislager ab.
Unterdessen hatten jedoch mehrere Teams bereits Rotationen zum Lager 2 absolviert und wären bereit für den Gipfelversuch. Der wird sich allerdings noch verzögern.


1 Kommentar
Kommentar schreibenMan sollte die Erde und ihre Schätze einfach nicht überstrapazieren. Sonst kommt so was